Der Kadaver des mehrfach in der Ostsee gestrandeten Buckelwals liegt am Strand der dänischen Insel Anholt – und droht zu explodieren. Die Dänen wollen ihn nun in einen Hafen in Jütland ziehen. Doch erste Versuche scheiterten.
Die Dänen wollen den Kadaver des Buckelwals vor der Urlaubsinsel Anholt in einen Hafen in Jütland ziehen. Gerade liegt das tote Tier an einem gut besuchten Strand im flachen Wasser und könnte dort nach Einschätzung der Umweltbehörde Anwohner und Touristen stark beeinträchtigen.
Erste Versuche, das Tier zu transportieren, scheiterten allerdings. Die dänischen Behörden hatten zunächst probiert, den Wal in tieferes Gewässer zu ziehen, um ihn anschließend in einen Hafen auf dem Festland zu bringen. Es sei jedoch nicht gelungen, den Transport durchzuführen, teilte ein Sprecher der Umweltbehörde mit. Einsatzkräfte prüften nun alternative Möglichkeiten. Ein neuer Versuch werde aber voraussichtlich erst nach Pfingsten möglich sein.
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Das Ziel bleibt demnach weiterhin, den Wal zum Hafen von Grenaa zu transportieren. Dort gäbe es die besten Einrichtungen für die Obduktion und die Entnahme wissenschaftlicher Proben.
Kadaver extrem aufgebläht
Am frühen Abend lag der stark aufgeblähte Walkadaver umringt von Möwen vor Anholt, wie auf Bildern zu sehen war.
Die dänische Umweltbehörde hatte zuvor bereits davor gewarnt, sich dem Tier zu nähern, da Ansteckungsgefahr bestehe. Außerdem könnte der Kadaver explodieren: Auf Bildern des Livestream-Anbieters News5 war zu sehen, dass er inzwischen extrem aufgebläht von Fäulnisgasen ist.
Einheimische wollen Walkadaver schnell loswerden
Geht es nach den Inselbewohnern, sollte der Wal lieber heute als morgen verschwinden. “Es ist ein großer Wunsch der Einheimischen, dass der Wal zeitnah abtransportiert wird, damit er die Urlauber nicht stört”, sagte Pia Lange Christensen, Direktorin der Tourismusorganisation Visit Aarhus, die auch für die Insel Anholt zuständig ist, der Nachrichtenagentur dpa. Die Saison habe gerade begonnen.
“In den nächsten Wochen werden immer mehr Touristen auf die Insel kommen, die ein sehr beliebtes Urlaubsziel ist.” Für Dänemark als Land mit vielen Küsten sei es nicht ungewöhnlich, dass immer mal wieder Wale strandeten, sagte Christensen. “Und normalerweise dauert es nicht lange, bis die Behörden die Tiere entfernt haben.”
Das geschwächte Tier war zuletzt mehrfach an der deutschen Ostseeküste gestrandet. Vor einigen Wochen hatte eine private Initiative es in einer umstrittenen Aktion noch lebend zur Nordsee transportiert und freigesetzt. Wenig später wurde der Wal aber tot vor Anholt angeschwemmt.
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Lowell Hagan closely follows international affairs. From geopolitical conflicts to economic cooperation, he provides context to help readers better understand global dynamics. His clear, structured style gives meaning to global news.






